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Neue Zürcher Zeitung - "Exerzitien der Einsamkeit"

Unter dem lauter werdenden Imperativ der Kommunikation ist das Schweigen ein Verrat. Wer sich gänzlich entzieht, hat den gesellschaftlichen Tod zu gewärtigen oder er taugt als genuin literarische Figur für eine Parabel auf die Existenz. Der junge österreichische Schriftsteller Jürgen Lagger unternimmt in seinem ebenso radikalen wie intelligenten Buch «Öffnungen» den Versuch, die Einsamkeit des Menschen in ein prägnantes Bild zu fassen. Er tut das mit diagnostischem Blick und der klirrenden Kälte seiner Sprache.

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