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  [...] eigenständige, hochartifizielle und durchrhythmisierte Prosa [...]  
[...] eigenständige, hochartifizielle und durchrhythmisierte Prosa [...]





[...] in den gemauerten Eingeweiden dieser Stadt, wo sich, um die Worte aus "Cittá morta" von Jürgen Lagger zu gebrauchen, unsere Sprachen überlappen, also meine und seine, um es so zu sagen und ich in dieser feinkristallenen Prosa von Jürgen Lagger weiterlesend, zurückkehre zur Ziehharmonika, die kopfüber vom Kirchturm gefallen war mit den Bernsteinknöpfen der Fingernägel und den Bernsteinknöpfen der Füßnägel und ich mir, vom Lesen der Prosa aufschauend, den Buntspecht im Geäst eines vor meinem Fenster stehenden Baumes suche und nicht finde, vor allem das schöne Rot seines gefiederten Bauches [...]

Josef Winkler
aus der Laudatio zur Verleihung des Preises des Kärntner Schriftstellerverbandes 2006



Die Texte sind geprägt von einer wechselseitigen Durchdringung von Körperlichkeit, Kreatürlichkeit und Sterilität, Immunität und Künstlichkeit, von Ausdehnung und Raumgeben auf der einen und Schrumpfen und Kontraktion auf der anderen Seite, von Plastizität, Drei- und Mehrdimensionalität gegenüber Flächigkeit und Abstraktion bis hin zur Reduktion auf die Linie und die leere Zeile.

Katharina Herzmansky
anlässlich der Verleihung des Förderungspreises des Landes Kärnten 2006



Jürgen Lagger unternimmt in seinem ebenso radikalen wie intelligenten Buch «Öffnungen» den Versuch, die Einsamkeit des Menschen in ein prägnantes Bild zu fassen. Er tut das mit diagnostischem Blick und der klirrenden Kälte seiner Sprache.

Paul Jandl
NZZ

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